Fett­stoff­wechsel.
Dys­lipid­ämie.

Erhöhtes Cholesterin und andere erhöhte Blutfette spüren Sie jahrelang nicht. Trotzdem steigt dadurch das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen deutlich. Eine einfache Blutabnahme zeigt zuverlässig, ob Ihre Werte zu hoch sind. Bei einer Fettstoffwechselstörung (Dyslipidämie) sind die Blutwerte von Cholesterin, Triglyzeriden oder Lipoprotein(a) auffällig.

In meiner Wahlarztordination in Wien untersuche ich Ihre Blutfette genau, auch das Lipoprotein(a). Gemeinsam schätzen wir Ihr Risiko für Herz und Gefäße ein, nach den europäischen Leitlinien. Dann besprechen wir, was Ihnen hilft: von mehr Bewegung und einer Umstellung der Ernährung bis zu modernen Medikamenten.

Ursachen & Risiko.

Eine der Hauptursachen ist eine unausgewogene Ernährung mit viel Zucker und vielen tierischen und gesättigten Fetten. Auch die Gene spielen eine wichtige Rolle, etwa bei der familiären Hypercholesterinämie. Das ist eine erbliche Form von hohem Cholesterin.

Aus einer Dyslipidämie entsteht mit der Zeit eine Atherosklerose, abhängig von weiteren persönlichen Faktoren. Das sind Ablagerungen aus Fett und Kalk in den Arterien. Diese Ablagerungen erhöhen das Risiko für:

  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Durchblutungsstörungen in den Beinen

Sind die Triglyzeride erhöht, steigt außerdem das Risiko für eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis).

Es ist wichtig, dass Sie Ihre Blutfettwerte kennen. Gemeinsam besprechen wir, wie Sie Ihre Werte verbessern und Ihr Risiko senken.

Cholesterin senken.

Werden erhöhte Blutfette früh erkannt und behandelt, lässt sich das Risiko für Folgeerkrankungen verringern. Dabei helfen eine Änderung des Lebensstils mit mehr Bewegung und eine Umstellung der Ernährung. Dazu gibt es wirksame Medikamente:

  • Statine - häufig verschrieben, senken das Cholesterin wirksam
  • Cholesterinaufnahme-Hemmer (Ezetimib) - bremsen die Aufnahme von Cholesterin, oft zusammen mit Statinen
  • Ein neuerer Wirkstoff (Bempedoinsäure) - eine Möglichkeit, wenn Statine Muskelbeschwerden machen
  • PCSK9-Hemmer - als Spritze unter die Haut, senken das LDL-Cholesterin sehr stark

PCSK9-Hemmer wirken über die Leber. Die Leber hat Andockstellen für das LDL-Cholesterin, die LDL-Rezeptoren. PCSK9-Hemmer verhindern, dass diese Andockstellen entfernt werden. So reinigt die Leber das Blut länger und besser vom LDL. Dadurch sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wird eine Fettstoffwechselstörung früh erkannt und richtig behandelt, sinkt das Risiko für Folgeerkrankungen.
Häufige Fragen

FAQ zum
Cholesterin.

Antworten auf die Fragen, die mir Patient:innen am häufigsten zu Cholesterin, Blutfetten und Dyslipidämie stellen.

Wie hoch darf mein Cholesterin sein?

Einen „Normalwert“ für alle gibt es nicht. Ihr Zielwert hängt von Ihrem persönlichen Risiko ab. Wichtig ist vor allem das LDL-Cholesterin. Es sollte so liegen:

• unter 116 mg/dl bei niedrigem Risiko
• unter 100 mg/dl bei mittlerem Risiko
• unter 70 mg/dl bei hohem Risiko
• unter 55 mg/dl bei sehr hohem Risiko
• unter 40 mg/dl bei extrem hohem Risiko

Aus Ihrem persönlichen Risiko berechne ich Ihren Zielwert.

Sind Statine wirklich nötig - und sind sie sicher?

Statine sind die am besten untersuchten Cholesterinsenker. Der Nutzen ist klar belegt: Statine senken das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Mögliche Nebenwirkungen sind Muskelbeschwerden und erhöhte Leberwerte.

Vertragen Sie Statine nicht, gibt es Alternativen: Cholesterinaufnahme-Hemmer, einen neueren Wirkstoff oder PCSK9-Hemmer als Spritze. Gemeinsam finden wir, was zu Ihnen passt.

Was ist Lipoprotein(a) und warum ist es wichtig?

Lp(a) ist ein erblich festgelegter Risikofaktor. Der Wert kann ein Leben lang erhöht sein. Lebensstil und klassische Statine ändern daran kaum etwas. Ein erhöhtes Lp(a) verdoppelt bis verdreifacht das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Das gilt auch bei normalem LDL.

Die Empfehlung: Lassen Sie Lp(a) einmal im Leben messen. Ist der Wert hoch, müssen die anderen Risikofaktoren umso strenger kontrolliert werden. Erste Medikamente, die gezielt Lp(a) senken, werden derzeit in Studien erprobt.

Was ist eine familiäre Hypercholesterinämie?

Das ist eine erbliche Form von sehr hohem LDL-Cholesterin. Der Wert ist ein Leben lang hoch, schon ab dem Kindesalter. Unentdeckt und ohne Behandlung führt sie oft schon früh zu Herzinfarkten und Schlaganfällen. Hinweise sind ein LDL über 190 mg/dl, frühe Gefäßereignisse (zum Beispiel Herzinfarkt) in der Familie und Ablagerungen von Cholesterin an den Sehnen.

Bei Verdacht folgen ein Gentest und eine Untersuchung der Familie (Familien-Screening). Behandelt wird meist mit einem Statin in hoher Dosis, dazu mit einem Cholesterinaufnahme-Hemmer und, wenn nötig, einem PCSK9-Hemmer.

Was sind PCSK9-Hemmer?

PCSK9-Hemmer (PCSK9-Inhibitoren) sind sehr wirksame Cholesterinsenker. Je nach Präparat werden sie ein- bis zweimal pro Monat oder alle 6 Monate unter die Haut gespritzt. Das Eiweiß PCSK9 „räumt“ die Andockstellen für LDL (LDL-Rezeptoren) von der Leber ab. Ist PCSK9 blockiert, holt die Leber mehr LDL aus dem Blut und entfernt es. Das LDL sinkt so um 50-60 %, zusätzlich zu Statinen.

Damit die Krankenkasse in Österreich die Kosten übernimmt, gelten strenge Voraussetzungen. Dazu gehören ein überstandener Herzinfarkt, ein sehr hohes Risiko oder eine familiäre Hypercholesterinämie. Gerne überprüfe ich für Sie, ob Ihre Voraussetzungen erfüllt sind, und unterstütze Sie bei der Einreichung bei Ihrer Krankenkasse.

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Macht einen ausgesprochen kompetenten Eindruck und ist noch sympathisch obendrein. [...] Fühle mich sehr gut aufgehoben.
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